Wissenschaft zum Schutz der Menschen

1. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Wissenschaft

Mutter Natur hält einige Phänomene bereit, die dem Menschen erheblichen Schaden zufügen können. Die Palette reicht von schweren Erdbeben über Tornados, Hurrikans und Vulkanausbrüchen bis hin zu Tsunamis. Gerade Letztere haben 2011 für großes Aufsehen gesorgt, als in Japan dabei Atommeiler beschädigt worden sind und eine atomare Katastrophe nicht ausgeschlossen werden konnte.

Allein schon daran wird deutlich, welche Bedeutung den Geowissenschaften zukommt. Ihre Erkenntnisse sind wichtig, um Schutzmaßnahmen gegen solche Ereignisse zu entwickeln. In Asien gibt es in erdbebengefährdeten Regionen besondere Sicherheitsvorschriften im Bauwesen. Forscher haben Techniken entwickelt, mit denen Hochhäuser Schwankungen mit Gewichten ausgleichen können. Unter anderen Bauwerken finden sich Puffer, die die Erdstöße sehr wirksam abfangen können.

In anderen Regionen der Welt verzichtet man auf Grund der bekannten Gefahren weitgehend auf Hochhäuser und bevorzugt Stahlrahmen- und Holzrahmenständerbauten mit maximal zwei Vollgeschossen. Ein Beispiel dafür findet sich im kalifornischen Los Angeles. Für diese Region prognostizieren die Geologen innerhalb der nächsten knappen drei Jahrzehnte den „Big Bang“ mit einer mehr als 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit.

In Deutschland fühlen sich die Menschen vor solchen Ereignissen ziemlich sicher. Dabei hat auch die Bundesrepublik eine „Tornado Allee“. Sie zieht sich von Südsachsen im Osten parallel zum Breitengrad bis zur westlichen Grenze. Hier sind an der Erforschung nicht nur die großen Universitäten beteiligt, sondern dazu tragen auch die unzähligen freiwilligen Helfer von Skywarn und Stormchaser Europe bei.

Nicht einmal vor Tsunamis scheint Deutschland sicher zu sein. Wissenschaftler haben gerade eben herausgefunden, dass es Mitte des 19. Jahrhunderts so eine zerstörerische Flutwelle an der Nordsee gegeben haben muss. Jürgen Newig, seines Zeichens Professor für Geografie hat die Beweise dafür der Öffentlichkeit Anfang April 2012 präsentiert.

Die aktuelle Aufgabe der Wissenschaft muss also auch darin bestehen, Möglichkeiten der Früherkennung zu finden, um daraus Warnsysteme zu entwickeln. In einigen Ländern gibt es dazu schon gute Ansätze, indem beispielsweise die Wellenhöhe auf den Ozeanen über geostationäre Satelliten überwacht und ausgewertet wird.

 

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