Haushaltswerbung clever einsetzen

23. Juli 2014 | Von | Kategorie: Allgemein, Werbung

Besonders als junger Unternehmer und Gründer muss man sein Budget für Werbung und Marketing gezielt und sparsam einsetzen. Gerade deshalb bietet sich in der Kommunikation zum Verbraucher der klassische Handzettel an, der in seinen vielfältigen Variationen – von der Postkarte über den Prospekt bis hin zum Bierdeckel – im Briefkasten der Privathaushalte für Aufmerksamkeit sorgen kann.

Gerne verraten wir Ihnen mit diesem Beitrag einige Tipps und Tricks, wie Sie die Haushaltswerbung für sich nutzen können und auf welche Fragestellungen man achten muss. Die Welt der unadressierten Werbung im Briefkasten erschließt sich so in wenigen Absätzen.

Welche Arten der Haushaltswerbung gibt es und wann sollte man werben?
Unter Haushaltswerbung versteht man die Zustellung von Printmedien (Flyern, Handzetteln, Postkarten) ohne Aufdruck einer Adresse singulär, zusammen mit weiteren Prospekten oder als Beilage in einem kostenlosen Anzeigenblatt. Bei der Wahl der Zustellform scheiden sich die Geister. Während manche Planer die Prospektbeilage in einem Wochenblatt bevorzugen, die auch an die Haushalte mit dem einfachen Werbeverweigereraufkleber „Bitte keine Werbung“ zugestellt werden darf bevorzugen andere Planer die sogenannte Direktverteilung, deren Reichweite zwar geringer ist durch die Restriktionen der Briefkastenaufkleber, jedoch nicht von einer Zeitung umschlossen ist. Das größte Volumen an Prospektwerbung wird am Wochenende zugestellt, da der Lebensmittelhandel diesen Zeitpunkt nutzt um auf die Aktionsangeboten zum Start der neuen Woche hinzuweisen. Alternativ steht Unternehmen jedoch auch die Wochenmitte zur Verfügung, die insbesondere vom Möbelhandel präferiert wird, da man hiermit die Privathaushalte auf die Angebote zum Wochenende hinweisen kann. Zwar sind viele Kreativformen möglich in der Gestaltung der Werbung, jedoch bietet die A4 Grundform ein optimales Preis-/Leistungsgefüge, da somit genug Platz für Argumentation des Kundennutzens und des Angebotspreises vorhanden ist und gleichzeitig Dank des hohen Wettbewerbs der Online-Druckereien im Vergleich zu vergangenen Jahren dieses Format günstig zu beziehen ist.

Welche Möglichkeiten gibt es Streuverluste zu vermeiden?
MarketingEine Frage stellen sich Marketingverantwortliche immer beim Einsatz der Haushaltswerbung: wie kann man die Zustellung so aussteuern, dass möglichst viele Zielgruppenhaushalte bei einem definierten Marketingbudget erreicht werden können? Im Umkehrschluss möchte z.B. ein Werbender, der Eigenheimbesitzer ansprechen will vermeiden, dass der Handzettel auch in Gebieten mit hohem Anteil von Mietwohnungen zugestellt wird. Hier kommen die Methoden des Geomarketings ins Spiel. Mit Hilfe von Zielgruppendaten wie Kaufkraft, Wohnsituation oder Alter des Haushaltsvorstandes auf den unterschiedlichen geographischen Ebenen wie Postleitzahlen, Gemeinden, Stadt- und Ortsteilen oder mikrogeographischen Zellen können Agenturen den Auftraggebern Zielgebiete für die Haushaltswerbung rechnen, die einen möglichst geringen Streuverlust erzeugen sollen. Diese lassen sich sowohl in Kistenform, als auch kartographisch darstellen und dienen als wichtige Dokumentation der Kampagne. Als Empfehlung kann man hier nur aussprechen, dass Unternehmen Ihre Kunden möglichst gut kennen sollten. Hier hilft schon die einfache Befragung von Kunden nach der Postleitzahl Ihres Wohnortes. Mit diesen Daten können Geomarketing-Agenturen Einzugsbereiche für die Haushaltswerbung rechnen, die sich aus der anonymisierten Kundenherkunft ergibt.

Wie kann man die Qualität der Zustellung prüfen?
Mit der oben genannten Dokumentation des Zustellgebietes für die eigene Werbeaktion hat der Auftraggeber ein wichtiges Planungs- und Kontrollinstrument. Da der Markt der Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Haushaltswerbung sehr unübersichtlich ist können diese Pläne helfen, vor der Verteilung einige Instrumente zur Kontrolle zu installieren. Hilfreich ist, die eigenen Mitarbeitern, Verwandten oder Freunden im definierten Zustellgebiet zu bitten, am Verteilzeitpunkt darauf zu achten, ob der Prospekt auch im Briefkasten gelandet ist. Natürlich sind diejenigen Personen davon auszunehmen, die von vornhinein aufgrund der Briefkastenaufkleber „Bitte keine Werbung“ oder „Bitte keine Prospekte und keine Anzeigenblätter“ keine unadressierte Printwerbung erhalten werden. Bei der Auswahl der Dienstleister ist ferner darauf zu achten, dass diese sich mit der Referenz von regelmäßig zugestellten Prospekten, den sogenannten „Dauerläufern“ auszeichnen. Dies gibt auch mittelständischen Unternehmen eine Sicherheit, dass große Handelsunternehmen den Dienstleister in der gewünschten Region regelmäßig einsetzen. Qualitätszertifikate, die Anzeigenblätter und Zustellunternehmen führen sind ein weiteres Indiz für eine zuverlässige Zustellung. Aufgrund dieser vielfältigen Kriterien bevorzugen viele Unternehmen Generalagenturen für die Koordination der bundesweiten Haushaltswerbung, die als Mediaagentur fungieren und ein Netz zur Verfügung stellen, welches auf die unterschiedlichen Kriterien der Auftraggeber eingehen sollte.

Wie kann ich besonders mit Haushaltswerbung auffallen?
Auch in der Haushaltswerbung haben sich zahlreiche Sonderwerbeformen entwickelt. Von Türanhängern über übergroße Flyer im Briefkasten bis hin zu Flyern mit aufgeklebten Couponkarten können kreative Planer hier mit vielen Freiheiten spielen. Die in den 90er Jahren beliebte unadressierte Warenprobe ist zwar praktisch verschwunden, dafür haben sich z.B. perforierte Couponflyer gerade für gastronomische Angebote einen Platz im Markt erkämpft. Mit einfachen Tricks kann man seinen Flyer aufwerten, ein dickeres Papier, eine besondere Form oder ein attraktiver Rabattcoupon sind nur einige Beispiele (mehr Beispiele finden Sie auch auf www.prospega.de). Und auch für diese Werbeform gilt, bevor man großflächig wirbt sollte man den Handzettel erst einmal mit einer kleineren Auflage testen um ggf. noch nachjustieren zu können.